Du misst deinen Blutzucker, schaust auf das Gerät … und denkst nur: „Echt jetzt?!“
Gestern war alles top, heute spinnt der Wert – und dein Kopf direkt mit. Willkommen im Club. Besonders mit Schwangerschaftsdiabetes fühlt sich das Thema Blutzucker manchmal an wie ein nerviger Mitbewohner, der macht, was er will.
Die gute Nachricht vorweg:
👉 Du machst nichts falsch.
👉 Dein Körper ist kein Uhrwerk.
👉 Und ja – du kannst lernen, deinen Blutzucker zu senken und stabil zu halten, ohne innerlich durchzudrehen.
Lass uns das Ganze ruhig, ehrlich und praxisnah auseinandernehmen.
Warum Blutzuckerwerte manchmal einfach spinnen (obwohl du „alles richtig machst“)
Erstmal ein wichtiger Real-Talk:
Blutzucker ist kein starres System. Er reagiert auf:
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Schlaf (oder Schlafmangel)
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Stress (auch emotionalen!)
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Hormone (hallo Schwangerschaft 👋)
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Bewegung
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Essensmenge & Zusammensetzung
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Messzeitpunkt
Gerade bei Schwangerschaftsdiabetes mischen Hormone ordentlich mit. Das bedeutet:
👉 Ein höherer Wert ist kein persönliches Versagen, sondern Biologie und selbst wenn du irgendwann Insulin spritzen musst, hast du alles dir mögliche getan. Stress dich bitte niemals zu sehr damit.
Blutzucker – was ist eigentlich normal?
Eine der häufigsten Fragen (völlig zurecht):
Blutzucker: Was ist normal?
Die genauen Zielwerte legt dein Arzt/deine Ärztin fest, aber meist gelten bei Schwangerschaftsdiabetes grob:
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Nüchtern: unter 95 mg/dl
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1 Stunde nach dem Essen: unter 140 mg/dl
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2 Stunden nach dem Essen: unter 120 mg/dl
Wichtig: Diese Zahlen sind Richtwerte – kein Urteil über dich. Und ich weiß, dass es sich so anfühlen kann, wenn du alles tust und es trotzdem nicht passt.
Wieso ist der Blutzucker zu hoch – obwohl ich kaum Kohlenhydrate esse?
Das ist der Punkt, der viele komplett verwirrt.
Typische Gründe für erhöhte Werte:
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Du hast zu lange nichts gegessen
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Dein Körper schüttet morgens vermehrt Glukose aus (Dawn-Phänomen)
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Stress oder Sorgen (ja, auch mental!)
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Zu wenig Eiweiß oder Fett zur Mahlzeit
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Messung zu früh oder zu spät
Gerade der Nüchternzucker ist ein kleiner Diva-Wert.
Nüchternzucker senken: Was wirklich hilft (ohne Zauberei)
Hier kommen die Tipps, die sich in der Praxis bewährt haben – und die ich dir selbst immer wieder ans Herz lege.
1. Das Timing der Messung ist entscheidend
Ein absoluter Gamechanger:
👉 Miss deinen Nüchternwert 8–8,5 Stunden nach der letzten Mahlzeit.
Und nein,:
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nicht 10 Stunden
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nicht 12 Stunden
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nicht „irgendwann morgens“
Zu lange Essenspausen können den Blutzucker nach oben treiben, weil dein Körper gegensteuert.
2. Ein kleiner Snack vor dem Schlafengehen kann helfen
Ja, wirklich.
Ein gut gewählter Snack sorgt dafür, dass dein Körper nachts nicht auf „Notfall-Zuckerproduktion“ schaltet.
Bewährte Snackideen am Abend:
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Eine kleine Handvoll Nüsse (z. B. Mandeln oder Walnüsse)
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Naturjoghurt oder Skyr (wenn du magst)
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Käsewürfel mit ein paar Nüssen
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Ein halber Apfel mit etwas Nussmus
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Knäckebrot + Frischkäse
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Ein kleines Ei
👉 Wichtig: Klein halten. Es geht um Stabilität, nicht um Sattessen.
3. Nicht zu kohlenhydratarm essen
Paradox, aber wahr:
Isst du abends zu wenig, kann der Nüchternwert steigen.
Besser:
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kleine Portion komplexer Kohlenhydrate
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kombiniert mit Eiweiß & Fett

Wie du Blutzuckerspitzen vermeiden kannst (ohne Essensangst)
Blutzuckerspitzen entstehen oft durch Kombinationen, nicht durch einzelne Lebensmittel.
So hältst du den Blutzucker stabil:
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Kohlenhydrate nie allein essen
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Immer Eiweiß + Fett dazu
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Langsam essen
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Nach dem Essen ein paar Minuten bewegen (kein Sport, ein Spaziergang reicht)
Hilfreich sind hier z. B.:
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Kleine Küchenwaagen*l, um Portionsgrößen besser einzuschätzen (kein Zwang, nur Orientierung!)
Blutzucker messen ohne Stress – so behältst du die Kontrolle
Blutzucker messen – aber richtig
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Immer zur gleichen Zeit
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Gleiche Bedingungen
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Werte beobachten, nicht bewerten
👉 Ein einzelner Ausreißer sagt nichts über deinen Verlauf.
Schreib dir lieber auf:
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Was habe ich gegessen? Sollte deine Werte mal richtig durch die Decke gehen.
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Wie lange war die Pause?
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Wie war mein Schlaf?
Das Muster zählt – nicht der einzelne Wert.
Rezepte für niedrigen Blutzucker (und mehr Gelassenheit)
Was sich bewährt hat:
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Eiweißreiche Frühstücke
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Herzhafte Snacks
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Weniger „versteckte Zucker“
Beliebt sind z. B.:
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Omelette mit Gemüse
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Quark mit Nüssen & Beeren
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Vollkornknäckebrot mit Aufstrich
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Suppen & Eintöpfe
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Ofengemüse mit Feta

Genau dafür habe ich mein E-Book entwickelt:
💛 Dein 7-Tage-Starterkit für einen gesunden Start mit Schwangerschaftsdiabetes
-
klare Tagesstruktur
-
einfache Rezepte
-
Snackideen (auch für abends!)
-
weniger Grübeln, mehr Sicherheit
Perfekt, wenn du nicht jeden Tag neu überlegen willst, was jetzt wieder geht.
Wenn der Kopf mehr leidet als der Körper
Ein Punkt, über den viel zu wenig gesprochen wird:
👉 Die mentale Belastung.
Ständiges Messen, Nachdenken, Anpassen – das geht an die Substanz.
Bitte vergiss nicht:
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Du bist mehr als ein Wert
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Dein Körper arbeitet mit dir, nicht gegen dich
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Perfektion ist kein Ziel
Entspannt sein ist kein Extra, sondern Teil der Therapie.
Fazit: Du darfst ruhig bleiben – auch wenn der Zucker mal zickt
Blutzucker senken heißt nicht:
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alles kontrollieren
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nie wieder genießen
-
ständig Angst haben
Sondern:
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verstehen
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beobachten
-
sanft nachjustieren
Mit dem richtigen Timing, kleinen Snacks, realistischen Erwartungen und einer klaren Struktur bekommst du deinen Blutzucker stabil gehalten – und vor allem auch deinen Kopf.
Lies dir auch unbedingt meinen Artikel mit 10 weiteren Mama-Hacks für den Alltag durch, um noch mehr im Thema durchzusteigen,
Und wenn du merkst, dass dich das Thema mental zu sehr einengt:
👉 Hol dir Unterstützung. Du musst da nicht alleine durch.
Du machst das mega gut. Wirklich. 💛
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